RES - 2m/2-Achs/Holzmodelle
Entwurf eines Reglements der Klasse „RES-2m“: Rudder-Elevator-Spoiler mit 2 Metern Spannweite
1. Allgemein:
RES-2m ist eine Wettbewerbsklasse für funkferngesteuerte Segelflug-Modelle (auch Nurflügel, s. Punkt 2.1) mit maximal 2 Metern Spannweite in „überwiegender“ Holzbauweise (s. Punkt 2.1 a)–c).
Steuerung erfolgt über Seiten- und Höhenruder und Spoiler als Landeklappen (auf der Flügeloberseite mindestens 5 cm vor der Endleiste platziert).
Die Landeklappen können mit einem oder zwei Servos angesteuert werden.
b) Begriffsbestimmung funkferngesteuertes Segelflugmodell:
Ein Flugmodell, welches nicht mit einer Antriebsvorrichtung versehen ist und dessen Auftrieb auf aerodynamischen Kräften beruht, die auch unbeweglich bleibende Flächen wirken.
Die Modelle müssen vom Boden durch Funkfernsteuerung vom Wettbewerbsteilnehmer gesteuert werden.
c) Im Wettbewerb werden wenigstens drei (3) Vorrunden geflogen. Für jede Vorrunde werden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Die Ergebnisse jeder Gruppe werden „normalisiert“, um zu sinnvollen (und vergleichbaren) Wertungen zu kommen, auch wenn sich die Wetterbedingungen während eines Durchganges ändern. Die Teilnehmer mit den höchsten Gesamtwertungen aus den Vorrunden fliegen wenigstens zwei (2) weitere Durchgänge in der Endrunde als eine Gruppe, zur Bestimmung der Endwertung (Fly-Off). Die geplante Anzahl von Vor- und Endrunden muss vor Wettbewerbsbeginn bekannt gegeben werden.
d) Der Teilnehmer darf im Wettbewerb maximal zwei (2) Modelle einsetzen. Innerhalb eines Durchgangs darf das Modell nicht gewechselt werden.
e) Nasenradius der Rumpfspitze muss mindesten 7,5 mm.
2. Modelldefinition:
2.1 Das Modell besteht aus Flügel, Rumpf und Leitwerk (soweit nicht Nurflügel).
Modelle, die nicht über Rumpf und Höhen- oder Seitenleitwerk oder keines dieser Bauteile verfügen (= Nurflügel) sind ebenfalls zugelassen, wenn sie insgesamt nur über 2 Steuerklappen am ganzen Flugzeug verfügen. Jede dieser Steuerklappen darf nur von jeweils einem Servo angelenkt werden. Ansonsten gelten die Bauvorschriften für die Leitwerksmodelle sinngemäß.
Das Modell ist in „überwiegender“ Holzbauweise erstellt. Dies bedeutet:
a) Im Flügel dürfen lediglich für die Holme, Flügelverbinder und Nasenleisten GFK/CFK/Kevlar-Rohre oder GFK/CFK/Kevlar-Profile verwendet werden (ansonsten Holz).
b) Der Heckausleger für das Leitwerk darf aus einem GFK/CFK/Kevlar-Rohr oder –Profil bestehen. Das Rohr/Profil darf (von hinten gesehen) maximal bis zur halben Flächentiefe des Flügels reichen.
c) Der Holzrumpf darf zur Festigkeitserhöhung auf der Oberfläche mit GFK/CFK/Kevlar beschichtet sein.
d) Alle Ruderanlenkungsteile sind von der CFK/GFK-Einschränkung ausgenommen.
2.2 Nicht erlaubt ist der Einsatz
a) eines Voll-GFK/CFK/Kevlar- oder sonstigen Kunststoff-Rumpfes (z.B. Expert, EPP etc.),
b) eines in GFK/CFK/Kevlar Schalenbauweise erstellten Flügels oder Leitwerks, auch keine GFK/CFK/Kevlar-D-Box,
c) eines Leitwerks oder Flügels aus GFK/CFK/Kevlar-beplanktem Schaum- oder sonst. Kunststoff,
d) feststehender oder einziehbarer Vorrichtungen zum Abbremsen des Modells bei der Landung am Boden (z.B. Bolzen, sägezahnähnliche hervorstehende Vorrichtungen usw.). An der Unterseite des Modell darf nichts hervorstehen außer den bis zu zwei Hochstarthaken (Größe: je 5 breit x 15 mm hoch, von vorne gesehen. Die Hochstarthaken können verstellbar sein, jedoch darf die Verstellung oder das Ausklinken nicht über die Fernsteuerung erfolgen.
e) Jeglicher Ballast muss ich innen im Modell befinden und an der Zelle sicher befestigt sein.
f) Jede Informationsübertragung vom Flugmodell zum Wettbewerbsteilnehmer ist verboten, mit Ausnahme der Signalstärke und der Spannung der Empfängerbatterie.
Auf dem Fluggelände ist den Wettbewerbsteilnehmern und Helfern jeder Gebrauch von Telekommunikationssystemen verboten (Funkgeräte und Telefone eingeschlossen).
Anmerkung zu den obigen Modellfestlegungen:
Welche Modelle sind nach dieser Regel einsetzbar?
a) alle am Markt erhältlichen reinen Holzmodelle als Bausätze oder Fertigmodelle,
b) alle am Markt erhältlichen reinen Holzmodelle – modifiziert und verstärkt - unter Einsatz von GFK/CFK/Kevlar (Holme, Rumpfbeschichtung),
c) alle auf dem Markt erhältlichen, schnell zu bauenden Modelle mit GFK/CFK/Kevlar-Flügel-Rohrholmen und Leitwerksträgerrohren (wie z.B. auch die Modelle Callistic, Climaxx Compact (ohne Querruder) von Höllein etc.),
Eigenkonstruktionen mit allen Kombinationen aus den beschriebenen Bauweisen von a) bis c).
Nurflügel (s. dazu 2.1 der Regeln)
Ziel sollte zu Anfang sein, möglichst vielen – gerade auch jugendlichen - Teilnehmern den Einstieg in diese Klasse zu ermöglichen; mit einfachen, preiswerten Modellen, die auch schon oder noch in Keller und Speicher zu finden sind (Amigo) und günstigen Bausätzen und Fertigmodellen, die ohne Hindernisse bei uns zu beziehen und schnell zu bauen sind. Die Zulassung aller Modelltypen, auch der Nurflügel und die „überwiegende Holzbauweise“ lassen dem potenziellen Teilnehmerkreis breiten Raum.
geplante Termine
geplant sind in 2012 der
- erste Wettbewerb im April/Mai im Großraum München, der
- zweite im Juni in Blankenburg (Harz) , der
- dritte auch im Sommer (Juli-August) in Kirkel (Saarland)
Wir auch
Wir sind mit unserer Jugend bereits an der Arbeit




















